Der Konfuzianismus

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Der Konfuzianismus
Vor dem Hintergrund der politischen Unruhen seiner Zeit versuchte Konfuzius, Ruhe und Ordnung durchden 'idealen’ Herrscher und die ideale Gesellschaftsordnung zurückzubringen.Als Beispiele für seine Ideale erschienen ihm die frühen Zhou-Könige Wen und Wu, vor allem aber die weisen Herrschen Yao und Shun, zwei der fünf Urherrscher aus der chinesischen Entstehungsmythologie. Diesen Vorbildern wurden vor allem moralische Qualitäten zu geschrieben, nach denen sich das Volk richten könne.Als fortschrittliches Element dieser Anschauung lehnte Konfuzius damit sowohl die dynastische Erbfolge als auch eine Herrschaft durch bloße Eroberung der Macht ab. Einen solchen moralisch guten Herrscher nannte Konfuzius einen 'Edlen', chinesisch junzi, was auch "Fürstensohn“ bedeutet, womit der sozialeRang erkennbar wird, für den Konfuzius sein Weltbild entwarf.

Als ideale Gesellschaftsordnung sah Meister Kong eine strenge Hierarchie, die durch die"fünf Grundbeziehungen“ (wu lun) errichtet wurde: Herrscher – Minister; Vater –Sohn; Ehemann - Ehefrau; älterer Bruder - jüngerer Bruder; Freund - Freund. Die ersten vier Beziehungen sind durch Befehl und Gehorsam, entsprungen aus der Autorität des jeweils ersten Jedes Paares, gekennzeichnet. Wenn so jeder auf seinem vorbestimmten Platz verharrt und sich zurückhält, dann wird der Weg der Mitte (zhong) beschriften und das gesellschaftliche Ideal der Harmonie erreicht. Anleitung dazu boten die Rilen (li), wieder aus der frühen Zhou-Zeit, die die Gesellschaft in Oben und Unten teilen.

Alle Menschen, vorallem aber jene mit Autorität und damit insbesondere der Herrscher, sollten die 'fünf Grundtugenden’ (wu chang) anstreben: Menschlichkeit (ren), Rechtlichkeit(yi), Sitte (li), Wissen(zhi) und Glaubwürdigkeit (xin). Vor allem die Menschlichkeit entwickelte sich zum zentralen Begriff des Konfuzianismus, forden Konfuzius doch als Gegenstück zur Loyalität gegenüber Höherstehenden, daß jene die unter ihnen Rangierenden "lieben“ müssen, worunter er vor allem verstand: man soll einem anderen Menschen nichts antun, was man nicht auch selbst erdulden wollte. Der Herrscher hatte so für sein Volk zu sorgen wie der Vater für den Sohn.

Unter anderem daraus resultieren die tiefgehenden Familienbande in China und die auch heute noch weit verbreitete Vorstellung, Herrscher und Volk besäßen dieselben Ziele und Interessen.
Die Konfuziuszugeschriebenen Lehren stellen als Staatsideologie bis heute eine der Säulen des chinesischen Denkens dar.

Die Lehre des Konfuzius beschwört die Ordnung in der Welt, die zu seiner Zeit durcheinander gekommen war. Seiner Lehre liegt eine strenge  Hierarchie der Gesellschaft zu Grunde, die wie folgt aufgebaut ist:  
Der Untertan ehrt seinen Herrscher.
Der Jüngere achtet den Älteren.
Die Frau gehorcht ihrem Mann
Die Kinder achten und gehorchen ihren Eltern.  

Konfuzius sprach hauptsächlich vom Gewöhnlichen und Normalen und nicht vom Ungewöhnlichen oder Außerordentlichen; er sprach von dem, was man durch Handeln und aus eigener Kraft erzielen kann und nicht von dem, was durch überlegene Macht erreicht wird; er sprach von gesellschaftlicher Ordnung und nicht von anarchistischen Zuständen und Intrigen: er sprach von menschlichen und nicht von überirdischen Dingen. Konfuzius lehrte, die in den Schriften der Alten enthaltenen Grundsätze zu verstehen, und gemäß derselben zu handeln. Er betonte die Tugend des Herzens und die Treue zu den ethischen Prinzipien. Die Lehre von Konfuzius wurde nicht von Anfang an zur philosophischen Hauptströmung, sondern fand erst im 2. Jahrhundert n. Chr. Anerkennung durch den damaligen Herrscher, der die Lehre von Konfuzius als gute Grundlage betrachtete, die Stabilität der feudalen Gesellschaft zu bewahren. Erst später wurde der Konfuzianismus zur wichtigsten philosophischen Strömung in der chinesischen Gesellschaft und übte großen Einfluss auf die chinesische Nation aus. Die Ideen von Konfuzius wurden in einem dünnen Buch mit dem Titel "Lunyu" ("Gespräche"), in Form von Dialogen zwischen Konfuzius und seinen Schülern, niedergeschrieben. Das Buch bezieht sich auch auf verschiedenste Bereiche von Bildung und Musik bis zu Reisen und Freundschaft. Viele Texte und Zitate aus dem "Lunyu" sind bis heute sehr bekannt und häufig verwendet.

Hier einige seiner Weisheiten:
„Das Rechte erkennen und nichts tun, ist Mangel an Mut.“„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“„Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.“„Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“„Einen Fehler machen und ihn nicht korrigieren - das erst heißt wirklich einen Fehler machen.“„Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass mich tun und ich verstehe!“  
„Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“„Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern.“„Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen.“„Was Du liebst; lass frei. Kommt es zurück gehört es Dir - für immer.“„Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Inneren.“„Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden.“„Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“
Redakteur: www.kaisertour.cn

 

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